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Heiliger Valentin - Gedenktag am 7. Januar

Der heilige Valentin ist am Hochaltar in Gaiganz als Bischof mit Stab (Zeichen für das Hirtenamt des Bischofs) und Mitra (Zeichen für das Lehramt des Bischofs) dargestellt. Ein Kind mit Lendenschurz und einer Stirnbinde als Zeichen einer Erkrankung im Kopf kniet an seiner Seite und hofft auf Heilung. Valentin reicht ihm helfend die Hand. Auf dem Pallium, dem Zeichen der seelsorgerlichen Autorität eines Bischofs, ist der griechische Buchstabe Tau zu sehen als Abkürzung für das Wort tapeinos: niedrig, gering, demütig. In dieser Haltung sollen die Bischöfe ihr Amt verwalten. Der Apostel Paulus setzt für ein solches Amtsverständnis den Maßstab (2 Kor 1, 24): ”Wir wollen ja nicht Herren über euren Glauben sein, sondern wir sind Helfer zu eurer Freude; denn im Glauben seid ihr fest verwurzelt.”

Unsere Statue des Valentin stellt nicht den frühchristlichen Priester und Märtyrer dar, an dessen Gedenktag (14. Februar) sich vertraute Menschen Blumen schenken, sondern den heiligen Bischof Valentin, dessen Gedenktag am 7. Januar ist.

Valentin war einer der erste Bischöfe von Passau und stammte aus den Niederlanden. 435 kam er nach Passau. In einer turbulenten Zeit der Völkerwanderung, als das Römische Reich zusammenbrach, wirkte er als Wanderbischof und predigte das Wort Gottes Menschen, die noch dem Heidentum verhaftet waren und dem arianischen Christentum zuneigten. Sein Wirken zeigte allerdings keinen Erfolg. Er und seine Predigt wurden vielmehr von den Leuten verlacht. Schließlich wurde Valentin aus Passau verjagt. Als wandernder Missionar wirkte er nun erfolgreich in Südtirol (Mais-Meran). In einer Klause auf der Zenoburg ist er am 7. Januar 575 gestorben. Er wurde von den Gläubigen vor allem als Helfer bei Epilepsie (”hinfallende Krankheit”) und bei Viehseuchen angerufen. In einer Predigt, die auch heute noch aktuell ist sagte er:

”Liebe Brüder: Bewahrt den Glauben und den Frieden, die Einheit und die Hoffnung, die Liebe und die katholische Religion. Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens bei euch sein bis ans Ende.” (Der große Wochentagsschott, S. 1485) 

Valentin unterstreicht die Bedeutung von Glaube, Hoffnung und Liebe. Sie bringen uns nämlich mit der Hilfe Gottes an das Ziel unseres Lebens als Wegbegleiter, Fürsprecher und Vorbilder. Und dieses Lebensziel ist nach der Vorstellung der Barockzeit im Auszug des Hochaltares in Gaiganz dargestellt: die heiligste Dreifaltigkeit.